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Samstag, 12. Januar 2008

Bin ich im Bilde?

1.Wer ist ein guter Fotograf?
Ob Ihnen ein Fotograf zusagt oder nicht ist auch abhängig von Ihrem individuellen Geschmack. Hören Sie sich zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis um, vielleicht hat jemand einen Tipp! Viele Hochzeitsfotografen präsentieren sich auch auf Hochzeitsmessen. Ansonsten können Sie sich auch im Brautmodenfachgeschäft erkundigen. Filmhersteller wie Agfa oder Kodak liefern außerdem kostenlos Adressen von Referenz-Studios. Auf jeden Fall aber sollten Sie Ihr Fotostudio besuchen um einen persönlichen Eindruck zu erhalten.

2.Wann beginnt die Suche?
Wer ganz sicher gehen will, von seinem Traum-Hochzeitsfotografen abgelichtet zu werden, sollte etwa sechs Monate vorher den Termin abklären. An beliebten Hochzeitsdaten vor langen Wochenenden im Mai oder Juni sind gute Fotografen schnell ausgebucht. Etwa zwei Monate vorher können Sie die Abfolge der Hochzeitsfotos (Studio oder Park/ Gruppenaufnahme Portraits etc.) durchsprechen. Machen Sie einen Vorvertrag, in dem Sie Ihr Hochzeitsdatum, die Zeit, in der fotografiert werden soll und die Location festlegen.

3.Details vorher klären?
Vor Ihrem Hochzeitstag sollten Sie sich mindestens einmal mit Ihrem Fotografen zusammensetzen und alle Details der Aufnahmen festlegen. Lassen Sie sich Hochzeitsalben von anderen Paaren zeigen, dann können Sie noch genauer bestimmen, wie Sie sich Ihre Hochzeitsaufnahmen vorstellen. Zum Zeitpunkt des Gesprächs sollten Sie schon relativ genaue Angaben zum Ort Ihrer Hochzeit (Kirche/ Restaurant) machen können. Dann lassen sich Fragen zu den Räumlichkeiten, der Beleuchtung und anderen Gegebenheiten klären.

4.In der Kirche fotografieren?
Bei einer kirchlichen Trauung gibt es jede Menge romantische Motive: Der Einzug in die Kirche, der Ringwechsel, der erste Kuss des Hochzeitspaars, der Konfetti-Regen im Anschluss an die Trauung. Der Fotograf sollte bereits vor der Trauung mit dem Pfarrer besprechen, wann und ob er in der Kirche blitzen darf Gerade bei der kirchlichen Zeremonie ist es wichtig, wenn man vom Fotografieren kaum etwas bemerkt. Ein schönes Motiv nach der Trauung: Postieren vor dem Kirchenportal, das ist eine schöne Kulisse!

5.Eine Reportage buchen?
Brautpaare
, die besonders großen Wert auf tolle Erinnerungen legen, lassen von Fotografen eine Reportage gestalten: Eine Serie, die den ganzen Tag dokumentiert. Die Reportage kann bei den Vorbereitungen im Haus der Braut oder auf dem Standesamt beginnen. Buchen Sie den kompletten Tag, dann werden alle Details der Hochzeit festgehalten: Nahaufnahmen von den Gästen, der Brautwalzer, der Wurf des Brautstraußes etc. Natürlich können Sie den Fotografen auch stundenweise für eine Reportage verpflichten.

6.Freiricht oder Studio?
Aufnahmen
im Studio oder in der freien Natur – das ist reine Geschmackssache. Natürliche Fotos entstehen eher im Freien, perfekte Bilder im Studio - da sind die technischen Bedingungen einfach besser. Ein bisschen Sonnenlicht und der Wind im Haar der Braut Laben auch ihren Reiz, zudem haben Sie draußen meist die besseren Kulissen. Das gilt vor allem, wenn Sie Action-Fotos planen, bei denen der Bräutigam die Braut beispielsweise in einer Schubkarre hin- und herfährt. Voraussetzung für exzellente Freiluft-Fotos: bestes Wetter!

7. Fotos besser nachstellen?
Falls Ihre Fotos buchstäblich ins Wasser gefallen sind, können Sie auch einen Fototermin nach dem Hochzeitstag vereinbaren. Wie wäre es zum Beispiel im Anschluss an den Flitterwochen? Dann lachen Sie erholt und gebräunt in die Kamera. Viele Paare planen die Fotos von Anfang an zu einem späteren Termin - sie wollen am Tag der Tage keine Zeit mit einer Fotosession verbringen. Die meisten Bräute ziehen ihr Traumkleid gerne noch einmal an. Und wenn die Robe bei den Aufnahmen verschmutzt wird, ist das auch kein Problem!

8. Ein Foto von allen Gästen?
Ein Gruppenbild von der Hochzeitsgesellschaft ist einmalig - es erfordert allerdings eine perfekte Vorbereitung. Bestimmen Sie in Vorfeld die Kulisse. Am besten eignet sich eine große Freitreppe, gegebenenfalls muss der Fotograf Bänke oder eine Tribüne mitbringen. Den Zeitpunkt für das Gruppenfoto sollten Sie genau abstimmen, er muss in ihren gesamten Tagesablauf passen. Kalkulieren Sie für die gesamte Aktion etwa eine halbe Stunde ein, es dauert, bis alle in Position sind! Ein Gruppenbild ist für Ihre Danksagungen wie geschaffen!

9.Wohin mit den Bildern?
Renommierte Hochzeits-Fotostudios bieten den Service an, die Fotos in hochwertige Alben einzukleben. Ob Sie das möchten, ist eine Frage des Geschmacks und Geldbeutels. So oder so gehören Ihre Hochzeitsbilder in ein repräsentatives Album. Falls Sie die Fotos selbst einkleben, schieben Sie diese Aktion nicht auf die lange Bank. Dann wird es meist gar nichts mehr und das wäre zu schade! Wenn Sie aus Zeitmangel nicht dazu kommen, ist es allemal besser, ein paar Mark mehr auszugeben und das Einkleben dem Profi zu überlassen.

10.Doch lieber ein Video?
Alternativ zum Hochzeitsalbum bieten sich bewegte Bilder an. Ein Hochzeitsvideo ist eine einmalige Erinnerung. Profis haben die beste Ausrüstung und Technik, um den großen Tag in Bild und Ton festzuhalten. Für Videos gilt das gleiche wie für Fotos: Lassen Sie sich bei einer Vorbesprechung Demo Bänder zeigen, dann können Sie am genauesten sagen, was für Sie in Frage kommt. Videografen haben vielfältige Möglichkeiten, Ihr Hochzeitsvideo aufzupeppen: Zum Beispiel durch digitale Effekte, Grafiken und Ihre persönliche Wunschmusik.

Kommentare:

Moderne Hochzeitsfotografie hat gesagt…

Ein sehr guter und ausführlicher Artikel zum Thema Hochzeitsfotografie dem ich eigentlich nur in einem Punkt widersprechen möchte: Für die Hochzeitsfotos draussen ist nicht zwingend bestes Wetter nötig! Hochnebel liefert z.B. auch ein sehr schönes weiches Licht. Ein bedekter Himmel hat auch seinen Reiz und liefert eine stimmungsgeladen Grundlage für Hochzeitsfotos. Lediglich bei Regen wirds schwierig. Da ist einerseits die Braut die nicht nass werden will und anderseits der Fotograf der sein Equipment nicht unbedingt dem Regen aussetzen will. Was nun? Ggf sind in der Nähe Unterstände, Vordächer zu finden oder man fotografiert innerhalb der Gebäude. Das geht z.B. auch im Standesamt oder manchmal auch in der Kirche.

Bei Regen lassen sich auch oft die Gruppenbilder nur schwer realisieren. Je grösser die Gruppe, desto schwieriger wirds. Ein Gruppe von 10 Leuten lässt sich noch unter dem Vordach der Kirche postieren. Bei 20, 30 oder mehr Personen wirds aber schwierig.

Jan Blume hat gesagt…

Der Artikel zur Fotografie ist wirklich gut. Ein Fotograf wird normalerweise aber von sich aus schwarzweiß Fotos anbieten. Die Wirkung von Ausdruck, Gefühl, Gefühlsregung sind bei schwarzweiß Bildern natürlich stärker, da das Auge nicht durch Farben abgelenkt wird. Als Fotograf muss ich aber auch einmal ein kleines Geständnis ablegen: Manchmal gefällt mir ein Bild und ich bekomme die Hautfarben nicht ordentlich ausbalanciert. Da hilft dann es immer noch, die Farben heraus zu nehmen und ein schwarzweiß Bild zu erzeugen. Bei anderen Bildern gefällt mir wiederum die Farb-Version und die Schwarzweiß-Version.